In Sachen Du

 


Stephanie Neigel


Vö Datum: 27.04.2018

Label: o-tone music / soulfood

Artikelnummer:

Barcode: 0716073536383

 

 
       

Songs mitten aus dem Leben, ein Augenzwinkern inmitten von Licht und Schatten.

„Ich wollte weder in den Kitsch abdriften, noch hochgestochen klingen. Ich fühle mich in der deutschen Sprache nach dieser Arbeit noch etwas wohler als vorher.“ Stephanie Neigel

Es gibt Alben, die sprechen einfach für sich selbst. Was ja schon mal nicht ganz wenig ist. Und es gibt Alben, wie „In Sachen Du“ von Stephanie Neigel, die haben noch ein bisschen mehr zu sagen. Sie sprechen für selten gewordene Tugenden. Zum Beispiel für eine Lässigkeit, die niemals leichtgewichtig wird. Für eine Palette der Genres, die Viele sich vielleicht gerade noch nebeneinander, nicht aber miteinander vorstellen können. Für gute Songtexte, die wie Notizen guter Gespräche bei einem Glas Wein oder Gedanken auf dem Waldspaziergang klingen. Und auch für den klugen wie erleichternden Verzicht auf das, was Pop-Produzenten häufig leider ihren Auftrag nennen. Haben sie ihn dann erfüllt, gleicht das Ergebnis oft genug den Resultaten ebenso denkender Kollegen wie ein Ei dem anderen und dem Hörer ist wieder einmal kein Platz für seine eigene Fantasie gelassen worden.

Für all das nämlich ließe sich mit „In Sachen Du“, dem mittlerweile dritten Album von Stephanie Neigel, vortrefflich trommeln. Weshalb diese zwölf eigenwilligen Songs es nicht etwa auf die Vermeidung anderswo gern gemachter Fehler anlegen, sondern ziemlich schnell ein wunderbares Eigenleben entwickeln. Daran ist die quergestrickte Arbeitsweise der in Worms geborenen Sängerin nicht ganz unschuldig.

Die von der Songwriter-Ballade bis zum fast exotisch temperierten Uptempo und manchmal bis in den Jazz reichenden Songs, sagt Neigel, habe sie „so nicht detailliert geplant. Ich hatte Lust, verschiedene Sachen auszuprobieren, auch von einer konventionellen Besetzung wegzugehen.“ Viele der Songs seien im Trio entstanden, mit Schlagzeug, Gitarre und Gesang und auch als wirklich ein Take. „Da wurde nicht viel geschnippelt. Die unterschiedlichen Stile rühren auch daher, dass ich viele verschiedene Genres mag und höre und in meinem Kopf mit mir herumtrage. Ich mag es auch nicht so gern, wenn ich nach drei Songs schon weiß oder zumindest erahnen kann, was mich bei den zehn nächsten erwartet. Ich lasse mich lieber mal überraschen.“

Solchen Sätzen lässt Stephanie Neigel ein derart verblüffend charmantes Lächeln folgen, dass sich ihr Gegenüber irgendwann besorgt fragt, ob er wirklich den Sinn ihrer Worte hat erfassen können. Das wiederum legt sich, wenn man Neigels Texten lauscht. „Ich habe nicht stundenlang an jeder Formulierung gesessen“, sagt sie. Manchmal aber sei es trotzdem so, „dass ich einen Satz im Kopf habe, bei dem ich mich frage, ob er nicht in anderen Kontexten schon ein bisschen zu abgelutscht ist. Obwohl ich gerade genau das sagen möchte.“ Dann stelle sich die Frage, ob sich das auch anders sagen lässt. „Ich wollte weder in den Kitsch abdriften, noch hochgestochen klingen. Es lief dennoch sehr flüssig, in mancher Nacht sind drei Texte entstanden, die ich mir ein paar Tage später nochmals ansah und fast immer dachte: Ach ja, doch. Ich fühle mich in der deutschen Sprache nach dieser Arbeit noch etwas wohler als vorher.“

Das gilt auch für die Hörer, allerdings mit einer kleinen Änderung: Sie fühlen sich mit diesem Album wieder wohler in und mit der eigenen Sprache, die hier so erfrischend unaufgesetzt um die Ecke biegt. Und sich dabei nicht von opulenten Arrangements überrollen lässt, sondern das „weniger ist mehr“ pflegt. „Es ist interessanter herauszufinden, was der Song überhaupt braucht“, sagt Neigel. „Wann lenkt man nur vom Wesentlichen ab? Was braucht es wirklich, um eine Geschichte zu tragen? Vielleicht ist es nur eine Gitarre, vielleicht ein kleiner Synthetizer. Das war unsere Prämisse.“ Thematisch bewegt sie sich dabei gern zwischen Licht und Schatten, aber immer mitten im Leben. „Man hätte vielleicht auf die Idee kommen können, diese Texte seien in einer Art Winterdepression entstanden“, Stephanie Neigel lächelt trotzdem, „ich schaue aber ganz gerne ins Auge des Hurricanes, bin gern ehrlich. Und es sei ja nicht alles traurig und vor allem nicht verzweifelt gemeint, „ich schreibe ja auch über die Liebe meines Lebens oder einen schönen Sommerregen. Und ich hoffe, die dunkleren Texte mit einem Augenzwinkern versehen zu haben.“ Der Humor müsse nicht in großen Lettern auf der Stirn stehen, den solle man lieber ein bisschen in sich tragen, so wie die Liebe zur Musik. Stephanie Neigel hat sie einfach ins Studio getragen und dort wie Konfetti in die Luft geworfen. Mögen wir uns alle (hoffentlich) lächeln sehen wie noch nie.  

 

 On Tour

12.05.2017 - Görlitz - Jazzfestival
18.11.2016 - Böblingen - Blaues Haus
08.10.2016 - Bordesholm
25.09.2016 - CH-Bern - ONO
23.09.2016 - Straubing - The Raven
25.08.2016 - Luxemburg - Place D`Armes
29.05.2016 - Rheinberg - Bürgerhaus Budberg
28.05.2016 - Marburg - Cavete
27.05.2016 - Offenbach - Mausoleum im Schloßpark
20.05.2016 - Lippstadt - Jazzclub
13.03.2016 - Rüsselheim - Das Rind
12.03.2016 - Northeim - Kulturzentrum "Alte Brauerei"
11.03.2016 - Bietigheim - Bissingen - Rommelmühle
10.03.2016 - Wiesbaden - Kulturclub Biebrich
09.03.2016 - Waldkraiburg - Haus der Kultur
06.03.2016 - Dahn - E-Werk
07.02.2016 - Mannheim - Alte Feuerwache
29.01.2016 - Worms - Feat. Kosho
09.11.2015 - Mannheim - Enjoy Jazz
07.11.2015 - Karlsruhe - Tempel
06.11.2015 - Köln - Bürgerhaus Kalk
05.11.2015 - Frankfurt - Fabrik
08.10.2015 - Mainz - SWR1
04.09.2015 - Heilbronn - Cave
28.06.2015 - Worms - Musik im Park Osthofen
14.06.2015 - Kodersdorf/Görlitz - Weinscheine
04.05.2015 - Mannheim - Nationaltheater
25.04.2015 - Achim - Kasch
29.03.2015 - Bechtolsheim - KulturGUT
28.03.2015 - Marburg - Cavete
25.03.2015 - Köln - Loft
21.03.2015 - Bordesholm - Savoy Kino
19.03.2015 - Göttingen - Apex
13.03.2015 - Rüsselsheim - tba
08.10.2014 - Ingolstadt - Bürgerhaus
01.08.2014 - Völklingen - Hüttenjazz
10.05.2014 - Rumpenheim - RUK
09.04.2014 - Köln - Stadtgarten
08.04.2014 - Hannover - Bluesgarage
04.04.2014 - Baden-Baden - SWR Sendung "Kaffee oder Tee"
14.12.2013 - Schwetzingen - Kurfürstlicher Weihnachtsmarkt
30.11.2013 - Offenburg - KIK
23.11.2013 - Vechta - Gulfhaus
22.11.2013 - Marburg - Cavete
21.11.2013 - Bad Homburg - Der Speicher
18.11.2013 - Göttingen - Apex
16.11.2013 - Rostock - Kunstkonzentrat
09.11.2013 - Bad Salzhausen - Swingin' Parc
10.10.2013 - Kassel - Theaterstübchen
09.10.2013 - Saarbrücken - Saarländischer Rundfunk
08.10.2013 - Waldkraiburg - Haus der Kultur
05.10.2013 - Herborn - Kulturscheune
04.10.2013 - Helmbrechts - Textilmuseum
02.10.2013 - Lörrach - Burghof
01.10.2013 - Marburg - KFZ
 

 Video

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